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Reiseberichte

Reisebericht von Heinz Weber zurck zur bersicht

Mit der Costa: Atlantica im Gebiet "Mittelmeer"
Perfekte Kreuzfahrt mit der Costa Atlantica in das stliche Mittelmeer

Wir (Ehepaar 59 J.) haben vom 24.9. 4.10.2006 eine Kreuzfahrt auf der Costa Atlantica in das stliche Mittelmeer gebucht.

Die Route war Savonna Neapel Messina Alexandria Limassol Marmaris Santorin Katakolon Savonna.

1.Buchung
Wir haben uns diese Reise vorab im Internet herausgesucht und anschliessend ber unser rtliches Reisebro gebucht. Die Abwicklung war perfekt. Die Unterlagen kamen pnktlich 10 Tage vor Reisebeginn. So war noch reichlich Zeit, kleine Unstimmigkeiten in den Reiseunterlagen (Geburtsdaten etc.) zu berichtigen.

2.An- und Abreise
Der einzige Schnheitsfehler im gesamten Reiseverlauf. Wir hatten eine Busanreise mit Urban-Reisen gebucht. Startpunkt sollte um 24 Uhr in Mnchen Hbf. sein. Leider versptete sich der Bus um 1 Std.; nachts sicher kein Vergngen. Bei der Rckreise wurde das noch getoppt: hier war die Versptung 3 Stunden. Auerdem waren jeweils 11 Stunden An- und Abreise im Bus fr jeweils 650 km nicht gerade das reine Vergngen.

Hieraus haben wir fr uns die Konsequenz gezogen, bei der nchsten Kreuzfahrt unbedingt mit dem Auto anzureisen, zumal uns die Abwicklung von Mitreisenden als vllig problemlos geschildert wurde.

3.Das Schiff Costa Atlantica
Bereits bei der Ankunft am prchtigen Terminal in Savonna versetzte uns das riesige Schiff in Erstaunen. Einem Hochhaus gleich berragte es alles im Hafen. Um unsere Koffer mussten wir uns nicht mehr kmmern; sie wurden von dienstbaren Geistern vom Bus direkt auf das Schiff transportiert und standen bereits beim Bezug unserer Kabine bereits wieder zur Verfgung.

Am Service-Schalter gab es unsere Einschiffungs-Nummer. Gleich nebenan haben wir noch die von uns ausgesuchten Landausflge gebucht, da wir das vorher nicht ber das Internet getan hatten. Ein Kaffee vor der Einschiffung musste auch noch sein. Anschliessend gingen wir ohne irgendwelche Wartezeiten oder Menschenschlangen auf das Schiff.
Diese Einschiffung war wohl eine logistische Meisterleistung von Costa, wenn man bedenkt, dass ber 2.300 Passagiere eingeschifft werden mussten. Wir hatten uns vorher auf lngere Wartezeiten eingerichtet und wollten eigentlich die Wartezeit mit einem Bummel durch Savonna berbrcken. Das war aufgrund dieser Rekordzeiten nicht mglich.

Nach der Begrung auf dem Schiff nahm uns unser Stewart Roderick in Empfang und brachte uns zu unserer Kabine. Wir hatten eine Auenkabine mit Balkon gebucht. Das war eine gute Wahl, wie wir gleich feststellten. Ausreichend gro (16 qm), hervorragend eingerichtet, mit viel Stauraum fr all die vielen Sachen, die wir eingepackt hatten, einem schnen Balkon mit Tisch und 2 Sthlen, das Bad mit Dusche und WC perfekt und alles sauber und wie neu. Dass das whrend der ganzen Reise so blieb, ist dem absolut hervorragenden Service von Roderick zu verdanken, der auch in Minutenschnelle alle Sonderwnsche (zustzliche Kopfkissen etc.) erfllte.

In diesem Bericht das ganze Schiff vollstndig zu beschreiben, wrde jeden Rahmen sprengen. Daher hier nur einige Highlights: Besonders hervorzuheben sind die zwei Pools mit Whirlpool sowie die ausgedehnten Sonnendecks. Immer auch an den Seetagen waren freie Liegen zu bekommen. Handtcher standen in mehr als ausreichendem Mae zu Verfgung. Diese Handtcher gab es brigens auch fr die Landgnge (um evtl. einen Strandbesuch einzulegen).

Mit solchen Selbstverstndlichkeiten muss niemand seinen Koffer von daheim belasten. Die Haupthalle mit den glsernen Aufzgen, die bis auf Deck 9 reichen, imponierte uns immer wieder. Die Shop-Meile war toll anzuschauen und wurde jeden Abend zu Flaniermeile.

Die Preise hier waren erschwinglich, sodass auch des fteren Einkaufsbummel angesagt war. Das Theater mit seinen abendlichen Shows hatte eine Gre und Ausstattung, die so manches Grostadt-Theater vor Neid erblassen lsst. Diese Shows sollte man sich brigens nicht entgehen lassen.

Jeden Abend ein neues Erlebnis Zauberer, Jongleure, Gesangsknstler, Tanzknstler von einer Klasse, fr die man daheim gut und gern 50 Eintritt springen lassen wrde. Eine Menge Bars boten jeden Abend jeweils unterschiedliche Musikunterhaltungen. Unser absoluter Favorit war das Cafe Florian, eine Nachbildung des gleichnamigen Cafs am Markusplatz in Venedig. Mit Mozart- und Strauss-Melodien eines tollen Klavier/Geigen-Duos lie sich der Capuccino nach dem Abendessen toll genieen.

Das fr meinen Geschmack berdimensionierte Spielcasino lockte viele Gste zum Geldausgeben (oder Gewinnen). Und, und, und . es gab noch so unheimlich viel aber der geneigte Leser soll natrlich auch noch selbst etwas zum entdecken haben.

Nun zum Essen: Im Vorfeld unserer Reise habe ich viele Berichte und Meinungen in diverseren Internet-Foren gelesen. Hierbei war die Bandbreite der Meinungen von Kantinenfraߓ bis zu 5 * plus vertreten. Ich kann hier natrlich nur meine subjektive Meinung wiedergeben. Es gab die Mglichkeit, im Buffet-Restaurant, im Bedien-Restaurant oder aber in einem Spezialitten-Restaurant (gegen Aufpreis) zu essen. Wir haben Mittags im Buffet-Restaurant eine Kleinigkeit zu uns genommen, wenn uns die Landausflge Zeit hierfr liessen. Zu Abend haben wir im Bedien-Restaurant gegessen. Wir hatten die erste Tischzeit gewhlt, hatten uns einen Zweier-Tisch gewnscht und haben das sogenannte All-in-Paket fr die Getrnke zu den Tischzeiten gebucht. All das hat perfekt funktioniert.

Unser Wunschtisch lag nahe dem Restauranteingang und war jeden Abend vorzglich gedeckt. All-in beinhaltete Wasser, Sfte, Bier und offene Weine. Die Qualitt der offenen Weine stand den sonst angebotenen Spitzenweinen in nichts nach. Das Abendessen besteht aus einem 5-Gang-Menue, wobei bei jedem Gang die Auswahlmglichkeit aus 3-5 Gerichten angeboten wird. Serviert wird von einem Kellner-Duo, in unserem Fall 2 Kolumbianer.

Nun bilde ich mir ein, ein Genussmensch zu sein und gutes Essen von Kantinenfraߓ unterscheiden zu knnen. Uns hat die Qualitt des Essens und des Services absolut begeistert. Perfekt serviert (auch wenn einer von uns mal eine Vorspeise ausgelassen hat, bekamen wir doch unsere Gnge immer gleichzeitig), hei aus der Kche und so schmackhaft, dass wir am Ende der Reise doch wieder zugenommen hatten, obwohl wir das vermeiden wollten.

Fr Kreuzfahrt-Neulinge: Wenn Sie die Essensqualitt eines 5*-Urlaubshotels z.B. in der Trkei zugrunde legen, drfen Sie auf der Costa Atlantica getrost noch eine ganze Menge mehr erwarten. Die Atmosphre des Restaurants hat uns so eingenommen, dass wir auch das Frhstck hierhin verlegt haben.

Zu den Kleidungszwngen ist zu sagen, dass wir uns im Vorfeld der Reise hiervor schon etwas gefrchtet haben. Das war grundlos. Bis auf zwei Gala-Abende war fr jeden Abend legere Kleidung angesagt. Nun geht man ja daheim auch nicht in Shorts in ein Speiselokal. Mit einer langen Hose (auch gern Jeans) und einem offenen Hemd war Mann absolut richtig gekleidet. Zu den Gala-Abenden durfte es dann schon der dunkle (oder auch weisse) Anzug sowie das kleine Schwarze oder hnlich fr die Damen sein. Obwohl ich sonst ein Gegner dieses Verkleidens bin, muss ich doch sagen, dass allein durch die Kleidung diese Abende zu einem Fest gerieten, zu dem alle Gste und auch Service toll beigetragen haben.

An dieser Stelle noch unvermeidlich meine Meinung zum Trinkgeld. Costa bucht pro Person und Tag 6 vom obligatorischen Bordkonto fr Trinkgeld ab, wenn der Gast dieser Regelung nicht widerspricht. Wir haben diese Regelung so akzeptiert, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, jedem dienstbaren Geist mit unserem Trinkgeld hinterherlaufen zu mssen. Die Hhe schien uns fr die tollen Dienstleistungen absolut angemessen zu sein. Einen hnlichen Betrag hatten wir hierfr eh vorgesehen. Im Gegenteil haben wir unserem Tischservice-Personal sowie dem Kabinensteward noch persnlich ein Extra-Trinkgeld zukommen lassen, denn sie waren es, die unseren Urlaub so perfekt haben geraten lassen.

Die Hauptsprachen an Bord sind italienisch und englisch. Alle wichtigen Informationen in Word und Schrift werden auch in deutsch ausgegeben. Vom Servicepersonal kann man natrlich nicht erwarten, dass sie auf einem Schiff mit internationalen Gsten alle Sprachen perfekt beherrschen. Alle aber haben sich bemht, wenigstens ein paar Worte deutsch zu sprechen und zu verstehen. Im brigen kommt man mit ein paar Brocken englisch und einer Menge Gebrden ganz hervorragend ber die Runden.

4.Die Landausflge
Bis auf Marmaris und Santorini, die wir von frheren Reisen schon kannten, haben wir in allen Hfen die angebotenen Landausflge von Costa gebucht. Das war fr uns genau richtig, weil wir doch auf diese Weise trotz der Krze der Zeit eine Menge zur Geschichte, zu Land und Leuten der bereisten Stdte gehrt, gesehen und erfahren haben.Die Aus- und Einschiffung bei den Landausflgen ist ein Phnomen. Stellen Sie sich vor, dass ber 2.000 Gste jeweils von und an Bord mssen, die richtigen Busse mit den Reiseleitern in ihrer jeweiligen Landessprache finden mssen und das alles noch mit zeitlicher Przision erfolgen muss, da das Schiff nur eine vorher begrenzte Zeit im Hafen liegt.

Ich habe immer gedacht, Deutsche wren die Organisatoren schlechthin. Dass das aber auf einem italienischen Schiff mit internationaler Besatzung auch perfekt geht, zeigt die Costa Atlantica. Bereits am Vorabend erhlt man das Landausflug-Ticket einschlielich der Anweisung, wo und zu welchem Zeitpunkt man sich auf dem Schiff versammelt. Dort bekommt man einen farblich markierten Aufkleber mit einer Nummer, die sich auch am Bus an Land wieder findet. Wenn man pnktlich zur angegebenen Zeit am Sammelpunkt ist, dauert das Ausschiffen keine 5 Minuten.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Leider muss man sich in jedem Hafen fr einen der vielen angebotenen Ausflge entscheiden. In Neapel hatten wir uns fr einen Stadtausflug entschieden. Neapel ist eine quirlige Hafenstadt mit viel italienischem Flair. Ganz besonders hatten es uns die berdachte Einkaufspassage und die tollen Straencafs angetan. In Messina stand eine Fahrt auf den tna auf dem Programm. Tolle Einsichten (in die Krater) und tolle Aussichten auf die sizilianische Landschaft haben dafr entschdigt, dass es auf ber 2.000 m Hhe doch empfindlich kalt und windig war.

In Alexandria hatten wir uns fr einen Ausflug zum Leuchtturm von Pharos, zur berhmten Bibliothek und zu den Ausgrabungen der Sttten der Knigin Kleopatra entschieden. Auch der Palast von Knig Faruk stand auf dem Programm. Die Alternative wre die Besichtigungen der Pyramiden und des Museums in Kairo gewesen. Das hatten wir aber schon von frheren Reisen gekannt. Alexandria ist eine typische gyptische Grostadt vom Verkehr her der ganz normale Wahnsinn. Entschdigend hierfr sind die phantastischen Eindrcke von einer lngst vergangenen Kultur.

Limassol auf Zypern war fr uns einer der Hhepunkte unserer Reise. Neben Besichtigungen von Kulturdenkmlern aus verschiedenen Epochen (rmisch, byzantinisch) stand ein Spaziergang durch ein typisch zypriotisches Dorf und die Besichtigung einer alten Weinpresse auf dem Programm. Beeindruckend, welche Ruhe und Gelassenheit diese Insel und seine Einwohner ausstrahlen.In Marmaris haben wir auf einen organisierten Ausflug verzichtet, da wir bereits frher einmal einen solchen Ausflug gemacht haben. Statt dessen sind wir bequem durch den wunderschnen Yachthafen in die Altstadt geschlendert, haben in einem schnen Straencaf gesessen und das Treiben am Strand und in der Stadt beobachten knnen. Wer Marmaris nicht kennt, dem ist aber unbedingt der Schiffsausflug in das Flussdelta zu empfehlen.

Santorini war die nchste Station. Auch diese wunderschne Vulkaninsel kannten wir schon. Bereits im Vorfeld haben wir uns darauf gefreut, unser Lokal wiederzufinden, in dem wir bereits vor ein paar Jahren gesessen sind. Wir haben es gefunden, haben dort toll zu Mittag gegessen und einen herrlichen Ausblick ber die Steilkste der Insel und auf die drauen auf Rede liegende Costa Atlantica zu genieen. Auch der Einkauf typischer Glaskunst von Santorini war ein Muss. Ein Abenteuer brigens auch das Austendern von der auf Rede liegenden Costa Atlantica sowie die Seilbahnfahrt hoch hinauf auf den hchsten Punkt der Steilkste.

In Katakolon war der Besuch vom antiken Olympia ein Muss. Wer auch nur ein bischen vom archologischen Fiber angesteckt ist, kann hier seine Begeisterung kaum in Worte fassen. Dagegen bietet das Hafenstdtchen Katakolon kaum etwas sehenswertes, sodass wir lieber wieder sofort an Bord gegangen sind.Bei all diesen Schilderungen bitte ich zu bedenken, dass es sich hier um rein persnliche Eindrcke handelt, die letztlich jeder fr sich machen muss.

5.Fazit
Beim Durchlesen meines viel zu lang geratenen Berichtes fllt mir auf, dass ich so gut wie keine Mngel oder negative Eindrcke geschildert habe. Aber auch bei noch so kritischer Rckschau fallen mir keine erwhnenswerten Mngel ein, die ber kleinere persnliche Befindlichkeiten hinausgehen. Ich kann vielmehr diese Reise gerade mit Blick auf das Preis/Leistungs-Verhltnis nur wrmstens empfehlen. Nehmen Sie Ihre Kamera mit und richten sich auf eine Unmenge Fotos ein.


Datum des Eintrages 26.10.2006, 18.25